Glühen wir?

Wir kennen alle Sister Act. Ein Film der viele angesprochen hat, aber doch nur ein Film. Nur Hollywood. Viele Chöre und Gemeinden waren der Meinung: Wenn wir diese Musik haben, dann klappts auch wieder mit der Kirche. Oft haben wir die Lieder gehört, rauf und runter. Dabei meinten viele, das sind neue Lieder, das sind Lieder, die wir noch nie gesungen haben.

Aber es klappte nicht. Die Chöre, die es sangen wurden älter, aber bekamen kaum Nachwuchs. Die Gottesdienste wurden auch nicht voller. Wieso klappt das nicht?

Es ist nur ein Film, aber habt ihr euch angeschaut, was die einzelnen Schwestern spielen. Sie spielen Schwestern, die Lust haben, die erfüllt sind von dem was sie singen. Sie singen den Text der Lieder, wie ein Gebet. Dabei sind es Liedtexte, die teilweise recht alt sind und in unserem Gotteslob stehen.

Das was ich jetzt sage ist eine Binsenweisheit, aber sie scheint nicht angekommen zu sein: Es geht nicht um das Programm, es geht nicht um die Show, es geht nicht um die Orga – die Schwestern zeigen es: Es geht darum, dass man für die Sache brennt. Ganz und gar und mit Haut und Haar. Und dabei ist es egal, wie man drauf ist, egal wie man manche Sachen und Dinge sieht und zu welchem „Lager“ man gehört. Auch das zeigt uns der Film. Wenn es um die Sache geht, um die Botschaft Jesu, dann ist das egal.

Das wäre es zu lernen von dem Film. Nicht die Lieder an sich sind wichtig, sondern das Glühen für die Sache. Kirche kann wachsen, heute, hier, auch in Deutschland, wenn wir anfangen zu glühen, gemeinsam! Wenn wir glühen für die Sache und aufhören uns gegenseitig das Bein zu stellen, die eigenen Mitchristen zu beleidigen, diffamieren und sie und die Kirche zu reduzieren. Glühen wir, glühen wir von innen heraus und gehen wir von da aus an, Kirche zu leben und die Welt zu verändern durch Gebet und Tat! Mehr ist das nicht, was zu tun ist.

Hinweis: „Glühen wir“ – ist ein Zitat von Hannes Groß, das er in einem Gespräch mit mir ausgesprochen hat.
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