Leere …

Heute ist Diözesaner Weltjugendtag. Normalerweise würde ich nicht davon erzählen, wenn da was falsch läuft. Aber ich bin sowas von fertig, traurig, enttäuscht…

Gestern Abend gab es ein Konzert in der Konviktskirche des Priesterseminar. Veranstaltet von den OrganisatorInnen des DWJT oder halt von MitarbeiterInnen des Seelsorgeamtes (die Strukturen verstehe ich nicht ganz). 19:45 Uhr – 15 Minuten vor Beginn, war niemand in der Kirche. Zum Konzert waren es 19 Personen. Mit tat der Sänger echt leid. Und ich dachte noch: OK. ist ja auch blöd so am Abend davor …

Heute, ich hatte noch was zu tun und komme ein bisschen Später, nach der Eröffnung ins Münster und was ist: Leer! Insgesamt 11 Personen (incl. Ordner etc.) und wie ich erfahren musste, waren zur Eröffnung ca. 60 Personen.

An den anderen beiden Orten, an denen es Programm gab war nahezu das Selbe: Leere, meist nur jene, die Vorbereitet haben …

Bei diesem Jugendtag sind demnach heute weniger Menschen gewesen als bei mir auf dem Blog Menschen gestern. In der Frühmesse heute morgen hatten wir mehr Mitfeiernde.  – Das mal als kleiner Vergleich.

Dabei soll es nun nicht darum gehen zu sagen: Das muss abgeschafft werden, das ist überflüssig. Nein, das darf es nicht. Ich finde diese Veranstaltung grundsätzlich wichtig, so wie ich grundsätzliche die Verbände und die verschiedenen Organisationen wichtig finde. An diesen Besucherzahlen sind auch nicht pauschal die OrganisatorInnen hier vor Ort „schuld“. Ich denke es gibt viele Gründe. Aber eines muss endlich klar sein:  Es wird Zeit, dass sich was ändert, dass wir endlich einmal ehrlich sind – und nicht einfach wieder den Schuldigen in Struktur, Rom oder sonst einem klerikalen Bösewicht. Das Problem liegt tiefer, sehr viel tiefer. Aber die Veränderung erreichen wir nur, wenn wir endlich – ausgehend von der Botschaft Jesu Christi – wieder ein gutes Verhältnis zwischen Glaube und Vernunft, zwischen Gebet und Wissenschaft, zwischen Studium und Erfahrung, zwischen Amt und Charisma finden.

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