Podcast

Klar, ich bin da ein bisschen hinterher, aber ich erobere mir gerade die Welt der Podcast. Da gibt es wunderbare Sachen und ein perfekter Input so zwischendurch, quer von Politik, Geschichte, Gesellschaft, Medien und Digitales bis hin zu Lifestyle. „Gemischtes Hack“ finde ich ungemein Unterhaltsam. Aber auch „die blaue Stunde„.

In der letzten blauen Stunde ging es um „Argwohn & Wohlwollen“. Spannendes, mich ansprechendes Thema. Wie laufen wir denn durch diese Welt? Voller Wohlwollen den Anderen gegenüber oder eher voller Argwohn? (Als ich den Titel hörte hab ich mich zuerst gefragt ob das nicht ein absolut veraltetes Wort ist „Argwohn“. Sagt man das heute noch)

Ein Diskussionspunkt war unter anderem: Gibt es Berufe und Berufsgruppen bzw. die Menschen zu diesen Berufsgruppen, die grundsätzlich voller Argwohn sind? Steuerprüfer? Bahnschaffner? Beides sind doch Berufsgruppen die durch die Gegend laufen und per se voraussetzen, dass der Gegenüber sie verarschen will, oder? Immer müssen die Anderen beweisen, dass das was geschehen ist nicht mit Hinterlist getan wurde. Dabei fiel ein Satz: „Gib den Dummen Macht und sie missbrauchen sie„. Harter Satz und grundsätzlich negativ, aber nachdem er ausgesprochen wurde braucht es die Frage: Stimmt das?

Ich finde das Wort „Dummen“ hart. Aber ich denke, dass sehr viel Machtmissbrauch nicht aus Hass oder so entsteht, sondern aufgrund fehlender Kompetenz. Und wir haben in unserer Gesellschaft an viel zu vielen Stellen, die nicht die Kompetenz haben diese Auszufüllen. Die meisten davon wissen das selbst, wollen aber die Stellen (meist Führungs- und Prestigestellen) nicht verlieren. Also was machen diese? Dafür kämpfen, dass man den Posten behält und somit sich per se verteidigen und jeden „zerstören“ der einem gefährlich werden könnte.

Dabei ist dieser ganze Prozess dazu ungut. Für jene die unter dem Missbrauch leiden, für jene die aus diesen Aspekten heraus handeln, wie sie handeln, denn sie sind unzufrieden, leben ein Leben im dauerhaften Argwohn, müssen stehts 150% wach sein und Tag für Tag dafür sorgen, dass ein Schein bestehen bleibt. Darüber hinaus leben sie in einer dauerhaften negativen Haltung, die schlussendlich auch sie selbst negiert. Wer so handelt, der kann sich selbst nicht ehrlich lieben, denn sonst würde er sich selbst nicht so fertig machen. Das ist nicht gut.

In einer psychologischen Richtung wird da von einem Dramadreieck gesprochen. Das gilt es zu durchbrechen. Da muss man vom Argwohn zum Wohlwollen gelangen! Einmal selbst für sich, aber auch als Gesellschaft, Einrichtung, Unternehmen indem Menschen besser ausgebildet werden und wir immer mehr sagen was wirklich ist.

Also ich finde das zwei super spannende Haltungen, die es gilt durchzudeklinieren. Grundsätzlich! Und als Christ sowieso. Das wäre dann wieder pure Alltagstauglichkeit der Botschaft Christi: „Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Mt 12,30-31)

(ganz wichtig: Ich habe bei diesem Thema keinen einzelnen Menschen explizit angesprochen oder gemeint außer mich selbst)

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