Ein kurzer Gedanke … Demut

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Christliche Existenz ist Pro-Existenz: Dasein für den anderen, demütiger Einsatz für den Nächsten und für das Gemeinwohl. Liebe Gläubige! Demut ist eine Tugend, die in der Welt von heute und überhaupt in der Welt zu allen Zeiten nicht hoch im Kurs steht. Aber die Jünger des Herrn wissen, dass diese Tugend gleichsam das Öl ist, das Gesprächsprozesse fruchtbar, Zusammenarbeit möglich und Einheit herzlich macht. Humilitas, das lateinische Wort für Demut, hat mit Humus, mit Erdnähe zu tun. Demütige Menschen stehen mit beiden Beinen auf der Erde. Vor allem aber hören sie auf Christus, auf Gottes Wort, das die Kirche und jedes Glied in ihr unaufhörlich erneuert. (Benedikt XVI, 25.09.2011)

Wenden wir uns an »Nuestra Señora«, an Sie, die Christus in ihrem Schoß getragen und die ersten Schritte der Kirche begleitet hat, damit sie uns helfen möge, Christus und seine Kirche immer in den Mittelpunkt unseres Lebens und unseres Dienstes zu stellen. Sie, die die erste und vollkommenste Jüngerin ihres Sohnes war, möge uns helfen, uns von Christus erobern zu lassen, um ihm nachzufolgen und ihm in jeder Situation zu dienen. Sie, die mit tiefster Demut auf die Verkündigung des Engels geantwortet hat: »Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast« (Lk 1,38), lasse uns Scham empfinden über unsere Unzulänglichkeit gegenüber dem uns anvertrauten Schatz, damit wir die Demut vor Gott leben. (Franziskus 31.07.13)

 

Ein Bildnis der Hoffnung

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Da lehnt sich der Eine an den Anderen. Sohn und Vater können diese Statue darstellen. Sohn und Vater aus der Geschichte in der der Sohn zurückkehrte. Die Statue kann aber auch Christus darstellen, wie ein Gläubiger sich an ihn anlehnt. Halt sucht und findet. Geborgenheit zeigt diese Figurengruppe. Sicherheit für jenen der Angst hat, oder einsam ist, oder Sorgen hat und eine Schulter zum Anlehnen suchte.

Der Vater zu dem man nach Hause zurückkehren kann, egal was geschehen ist, egal was ich falsch getan habe. Jesus Christus der nicht hinterherrennt, aber in sich das dauerhafte Angebot anbietet: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Mt 11,28). Heimat, Ruheplatz, Ort an dem ich Gewissheit haben kann. Das ist Sehnsucht, das ist Gewissheit um aufzutanken, um Kraft zu holen für all das was noch so kommt … denn der Satz geht weiter: „Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“ Aber das Joch ist nur leicht, wenn ich auch kommen kann, nicht nur von Seiten Jesu her, sondern ganz besonders auch von mir selber her. Will und kann ich es, mich hinzugeben, mich fallen zu lassen, in Jesus die Quelle der Erquickung zu finden.
Es bedingt sich alles Gegenseitig, es ist wie eine Schlaufe. Je mehr mich die Umwelt fertig macht, desto mehr suche ich Halt in IHM und je mehr Halt ich in IHM suche, desto besser ertrage ich das, was mich fertig macht und ich hoffe, das häuft sich die nächste Zeit auch, da werden die Punkte, die mich fertig machen auch weniger. Aber das Joch wird bleibt, da gibts nichts was verschwindet, nur die Einstellung dazu kann ich verändern, nur die Kraft es zu tragen kann ich abgeben an IHN … aber nur, wenn ich mich von Tag zu Tag mehr hingebe: Herr, nimm mich mir und mach mich ganz zu eigen dir.