Wer bin ich?

Ein Mensch, ein Geschöpf Gottes, ein Glaubender, ein Suchender, männlich, blondhaarig, und aktuell in einem Seminar lebend, denn nach einer langen Phase des Prüfens und Fragens traue ich mich nun dem nachzufolgen der – so habe ich es gespürt – mir einen besonderen Weg zugesprochen hat.

Was bedeutet das?

Vor vielen Jahren hatte ich eine Ahnung, die mich dazu geführt hat meinen bis damals „normalen“ Weg abzubrechen und eine neue Richtung einzuschlagen. Dieser neue Weg führte mich in das Spätberufenenseminar in Sasbach. Dort holte ich mein Abitur nach und lernte einiges mehr. Darunter auch Erfahrungen anzunehmen, die ich mit Gott gemacht hatte. Leider oder zum Glück war die Zeit noch nicht so weit um nach dem Abitur in ein Priesterseminar einzutreten. Vielmehr sollten es noch viele Jahre der Wanderung geben bis ich nun mit einen großen Umweg über Rom hier im Priesterseminar gelandet bin.

Ich bin somit ein Mensch der in verschiedenen Formen erlebt hat, wie der Ruf Gottes wirken kann und wie er einen leiten und führen kann: Im Gebet, in Impulsen, in Menschen die mir begegnet sind und die mich begleitet haben. An mir und meinem Leben ist der Spruch anwendbar der auch fast abgedroschen wirkt: „Gott schreibt auch auf krummen Linien gerade“ (P. Claudel; Der seidene Schuh).

Und nun: Nun, bin ich im Seminar und gehe die nächsten Schritte auf diesem Weg. In der nächsten Zeit nochmal als Student an der Universität Freiburg und dann, wenn mich die Oberen annehmen, in den einzelnen Ausbildungsschritten bis zur Diakonatsweihe und zur Priesterweihe. Ich freue mich darauf auf das was kommt und ich bitte jeden mich zu begleiten, im Gebet in Gedanken. Ich danke Ihnen!

Zur Seite:

Die Seite befindet sich in einem immer währenden Aufbau. Das bedeutet: ich muss mich damit auseinandersetzen wie ein Blog funktioniert und fast täglich was Neues dazulernen. Dazu kommt auch noch immer wieder die Frage, was ich hier alles von mir selber mitteilen will.

Eines wird jedoch recht schnell in den Texten auftauchen: Es geht um Themen rund um die Kirche, meinem Glauben und Spiritualität und es geht um meine Neugierde und mein Interesse rund um gesellschaftliche, politische, literarische Themen – denn die Beschäftigung endet damit nicht an der Eingangstür des Hauses.

Ich frage mich bei allen gesellschaftlichen und politischen Themen, wie ich diese aus christlicher Sicht – aus der Sicht des Evangeliums und ganz speziell der katholischen Lehre – verstehen kann bzw. welche Meinung ich zu den einzelnen Themen finden kann, denn ich bin der Meinung, dass die Kirche und ihre Mitarbeiter sich zwar nicht einmischen dürfen in laufende politische Themen aber doch fast eine Pflicht haben den Blickwinkel aus der Sicht des Evangeliums aufzuzeigen. Somit sind diese Texte zu großen Teilen, Texte des Nachdenkens, nichts fertiges, Gedanken, also Momente, an denen eventuell viele stehen bevor sie zu einem Ergebnis kommen.

Ich liebe Bücher: Es gibt für mich wirklich eine „Droge“ und die ist das geschriebene Wort. Bücher, Bücher Bücher – ich liebe sie, egal ob Roman, Literatur, Krimi, Sachbuch oder Bildband, ja auch gute Kinder- und Jugendbücher und gerne auch mal so manch einen Asterix – Band habe ich im Regal stehen und habe ich gelesen. Aber auch das vergängliche Wort; also Zeitschriften, Zeitungen und Magazine gehören zu meinem täglichen Lesepensum. Davon rede ich andauernd und somit werde ich auch davon schreiben.

Warum mache ich das?

Seit vielen Jahren bin ich im Netz unterwegs, Facebook und die vielen anderen Social Media. Ich lese digitale Zeitung und konsumiere Nachrichten aus verschiedenen Kanälen und ich bin ganz klar der Meinung: Überall wird zuwenig über den christlichen Glauben erzählt. Es fehlt das Erzählen, das Berichten über das, was der Glaube ist, wie Religion und Spiritualität das Leben verändern kann und auch welche Zweifel ein Christenmensch haben kann – ohne daran zu verzweifeln und ohne die Lehre der Kirche zu verteufeln. Christen und insbesondere jene Menschen, die sich in die dienende Nachfolge Christi stellen, haben die Ehre von ihrem Glauben zu berichten. Dabei genügt es nicht mehr nur in den Kirchen und den bisher klassischen Bereichen. Nein, wir dürfen das WWW nicht allein jenen überlassen, die negativ über das Christentum reden. Deshalb mache ich das – und weil ich denke, dass man auch an mir sehen kann, dass es verschiedene Wege hin zu Gott geben kann.